Archive for March, 2007

Mercimek Çorbası ~ Linsensuppe ~ Rezept

                               Suppe ist nicht gleich Suppe! Und die Linsensuppe (Mercimek Çorbası) schon gar nicht. Denn in jedem Haushalt wird sie anders zubereitet. Wir haben uns für das Rezept meiner Mama entschieden, denn die Version schmeckt wirklich lecker und ist ganz einfach zuzubereiten. Ein absoluter Klassiker in der türkischen Suppenkultur!

Zutaten:

1 Glas Rote Linsen
1 Kartoffel
1 Karotte
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Butter
Salz, Pfeffer, Minze, Chilli-Pfeffer
Zubereitung

Kartoffel, Karotte, Zwiebel und Knoblauchzehe kleinhacken. Fein geschnippelt hat man später weniger Arbeit. Wer zu faul ist, kann das Gemüse auch grob schneiden. Dann Wasser in einen Topf geben und aufkochen lassen. Nun schütten wir das gehackte Gemüse und die roten Linsen in das Wasser und lassen das etwa 30 Minuten kochen. Jetzt schon mit Salz und Pfeffer würzen ~ aber nicht zu viel!

Hat man das Gemüse kleingehackt, dürfte sich nun nach einer halben Stunde alles aufgelöst haben. Wenn nicht, dann schnell einen Mixer zur Hand nehmen! Denn jetzt wird alles nochmal kräftig durchgerührt, damit die Suppe eine feine Konsistenz bekommt.

Nebenher bereiten wir in einer Pfanne noch die Gewürzmischung zu: Butter in die Pfanne und schmelzen lassen. Dann die Minze und den Chilli hineingeben und anrösten. Sobald die Gewürze angeröstet sind, ab damit in die Suppe und durchrühren! Fertig ~ afiyet olsun! Zum Podcast

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İrmik Helvası ~ Süßer Maisgrieß mit Pinienkernen ~ Rezept

Helva , ein Klassiker unter den türkischen Süßspeisen, wird in der Türkei zu unterschiedlichen Anlässen zubereitet. Meist an religiösen Festen, wie Ramadan. Aber auch bei Todesfällen, immer nach dem Begräbnis, wird es im Haus des Verstorbenen zubereitet und Freunden und Verwandten serviert. İrmik Helvası ist die meist bevorzugte Variante der gefährlichen Kalorienbome! Vorsicht! 100g = ca. 350 Kalorien!!!

Zutaten:

  • 250 Gramm Butter
  • 500 Gramm Maisgrieß
  • 50 Gramm Pinienkerne
  • 4 Gläser warmes Wasser
  • 3 Gläser Milch
  • 3 Gläser Zucker

Zubereitung:

Wasser, Milch und Zucker wird in einem Topf verrührt und aufgekocht. Dann stellt man den Topf zum Abkühlen in den Kühlschrank oder auf den Balkon. Nun wird die Butter in einen Topf oder in eine Pfanne gegeben. Die Butter schmelzen lassen, dann den Maisgrieß dazugeben und unter ständigem Rühren warten, bis die Masse aufgeht. Nun die Pinienkerne dazugeben und weiterrühren. Sobald die Kerne angeröstet sind und der Grieß eine goldgelbe Farbe hat, wird die abgekühlte Wasser-Milch-Zuckermasse langsam dazugegeben und aufgekocht. Weiterrühren bis sich der Grieß festigt! Zum Podcast geht”s hier entlang.

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İrmik Helvası ~ Süßer Maisgrieß mit Pinienkernen ~ Podcast

İrmik Helvası ~ Der süße Maisgrieß mit Pinienkernen gehört zu den klassischen Nachspeisen in der türkischen Küche. Zu vielen Gelegenheiten (Geburt, Hochzeit…) wird diese Süßigkeit im Haushalt, aber auch im Restaurant angeboten. Dazu gibt es noch mal einen Artikel. Achtung ~ in kleinen Portionen genießen, sonst braucht Ihr im Winter nicht zu frieren. ;-) Afiyet olsun.

Dazu das Rezept.

Den Video-Podcast umsonst liefern lassen. Dazu noch den Audio-Podcast zur Aussprache.

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Bademli Kurabiye ~ Mandelgebäck ~ Rezept

DSC00145_2.JPG Da es im türkischen Haushalt jederzeit unangekündigt an der Tür klingeln kann, hat man immer etwas Kurabiye bereit. Wenn Nachbarn oder Freunde mal auf einen Sprung vorbei schauen, wird immer ein Glas çay und dazu etwas Kurabiye angeboten. Dieses Gebäck gibt es vielen verschiedenen Variationen. Süß, mit Nüssen, Schokolade, getrocknetem Obst …. oder auch Salzig, gefüllt mit Schafskäse, Oliven, Kräutern oder Ähnlichem. Da es so einfach zu machen ist, hat man immer etwas Vorrätig. Überzeugt euch selbst!

Zutaten:

2 Eier
750g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Glas Zucker
250g pflanzliche Margarine
250g Quark (oder Süzme Yoğurt)
1 Tüte gehobelte Mandeln
1/2 Teeglas Sonnenblumen
Zitronenschale

Zubereitung:

Zuerst trennen wir von einem Ei das Eigelb und das Eiweiß. Das Eiweiß kommt in eine große Schüssel. Das Eigelb bewahren wir auf, um später die Kurabiye zu bestreichen, bevor sie gebacken werden. Dann geben wir das Eiweiß, das zweite Ei, den Zucker und den Quark in eine große Schüssel und verrühren es so lange mit einem Löffel bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das halbe Teeglas (çaybardağı) Sonnenblumenöl wird dazu gegeben und weiter gerührt. Das Backpulver und den Vanillezucker auch noch unterrühren und dann kleine weiche Margarinestückchen hinzugeben. Wenn man alles gut vermischt hat, kann man anfangen das Mehl nach und nach hinzu zu geben und einzukneten. Wir müssen alles gut durchkneten, bis der Teig die Konsistenz eines Ohrläppchens hat. Wenn der Teig dann fest ist, können wir ihn in beliebige Form bringen. In unserem Beispiel haben wir kleine Schleifchen geformt. Man kann aber auch Kugeln oder ähnliches draus formen. Nun bestreichen wir die Kurabiye noch mit dem Eigelb, welches wir uns aufgehoben hatten. Jetzt können sie in den Backofen, um dort bei ca. 180 °C eine halbe Stunde zu backen. Die Backzeit kann man variieren, je nach gewünschtem Bräunungsgrad. Wenn die Kurabiye abgekühlt sind, bewahrt man sie am besten in einem geschlossenen Behälter auf. Dann bleiben sie länger frisch.

Mit einem heißen Glas çay kann man die Kurabiye nun genießen.

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Bademli Kurabiye ~ Süßgebäck mit Mandeln ~ Podcast

DSC00152.JPG Bademli Kurabiye ~ Im türkischen Haushalt kann es jederzeit unangekündigt an der Tür klingeln. Das wissen wir aus der Çay-Kultur, so dass man immer etwas Gebäck (süß oder salzig) zum Anbieten hat. Kommen Nachbarn oder Freunde mal auf einen Sprung vorbei, gibt es çay und dazu Kurabiye. Lasst es euch schmecken.

Den Podcast umsonst liefern lassen

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Çay kochen ~ Tee auf türkische Art

Autotee.jpgDas Erste am Morgen ist ein Glas Tee! So beginnt in einem türkischen Haushalt der Tag. Der Tag und der Mensch erwacht damit, so wie der türkische Ausdruck für „Guten Morgen“ ~> „Günaydın“ also der Tag erwacht. Doch nicht nur am Morgen wird der Çay getrunken, sondern zu fast jeder Tageszeit und Gelegenheit. Er ist fest verankert in der türkischen Kultur. Schaut man auf die Herkunft, ist natürlich China zu nennen, denn daher kommt er ins Osmanische Reich. Es ist gar nicht so lange her. Die Osmanen versuchten erst 1888 in Bursa die Teesamen zum Sprießen zu bekommen. Das Klima dort ist aber nicht geeignet dazu. Einige Nachforschungen und Versuche später kam man auf das Gebiet an der Schwarzmeerküste. Es fällt mehr Regen als in den anderen Regionen Antoliens und es ist milder. So kam es, dass ab 1935 der erste erfolgreiche Anbau von Tee in Rize begann. Die Chinapflanze Camellia sinensis ist der Ursprung des Schwarztees, wobei Teemischungen den Charakter des Rize-Çay ausmachen. Heute ist die Türkei mit 6% am Tee-Weltmarktanteil auf Platz 5 der Tee produzierenden Länder. Der pro Kopf Verbrauch von Schwarztee liegt bei 2,3 kg. In Deutschland nur 230g, aber in Ostfriesland 2,6 kg. Was ein Zufall, denn man muss wissen, dass die Bewohner am Schwarzmeer (die Laz) sozusagen die Ostfriesen der Türkei sind. Dazu schreiben wir noch mal was längeres…

Ein Brauch bzw. zu den guten Sitten in der Türkei darf der Tee nicht fehlen. Als gastfreundliche Geste wird immer ein Glas Tee angeboten. Dabei ist es vollkommen egal, ob es der liebe Nachbar oder ein unbekannter Fremder ist. Der Besuch wird als Gast Gottes angesehen und eine Ablehnung kommt (fast) einer Beleidigung nahe. Also ruhig zum Tee bleiben und ein paar Worte wechseln. Dabei das Dedikodu nicht auslassen. ;-)

Den Çay kochen

Das Ritual zum Kochen des typisch türkischen Tees ist ganz einfach. Den Tee genießt man am Liebsten zum Börek, zum Kurabiye oder mit Kek.

Zutaten und Utensilien

  • Wir brauchen auf jeden Fall ein Çaydanlık. Das ist eine Abwandlung des Samowar bzw. Semaver und lässt sich auf einer normalen Herdplatte nutzen.
  • Türkischen Schwarztee (ein TR-Teelöffel pro Glas und einen für die Teekane)
  • Teesieb
  • türkische Teegläser (falls zur Hand)
  • Utensilien zum Çay kochen gibt es bei Buqet.

Zubereitung (zum Podcast)

  • den Tee mit lauwarmen Wasser im Demlik (Teekanne) auswaschen bzw. anfeuchten
  • das Çaydanlık mit kaltem (am Besten frischem, kalkfreiem) Wasser füllen
  • Das Demlik auf das Çaydanlık stellen, auf den Herd und zum Kochen bringen
  • Wenn das Wasser kocht das Demlik mit kochendem Wasser aufgießen
  • Kaltes Wasser ins Çaydanlık nachfüllen
  • Auf niedriger Temperatur zum Kochen bringen
  • Ins Teeglas ca. 1/3 Teesud durch das Teesieb gießen und mit heißem Wasser auffüllen
Quellen zum Artikel: SWR

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