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Köfte ~ türkische Frikadelle ~ Rezept

Wir hatten schon vor langer Zeit das Video zu Köfte online gestellt. Heute erinnerte mich ein aufmerksamer Zuschauer auf YouTube, dass wir noch gar kein Rezept dazu haben…

Köfte gehört zu den vielseitigsten Fleischgerichten (Kebap) in der türkischen Küche – ob nun gekocht, gebraten, gegrillt oder frittiert. Bei diesem Rezept haben wir die klassischen Zutaten genommen, die bei uns zuhause benutzt werden. Variationen gibt es immer und sind jedem selbst überlassen. Hier unser Vorschlag:

Malzemeler | Zutaten

  • 500g kıyma (dana, kuzu) | Hackfleisch (Rind, Lamm)
  • 3 orta boy kuru soğan | 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 yumurta | 1Ei
  • zeytin yağı| Olivenöl
  • kimyon | Kreuzkümmel
  • beyaz ekmek | (Weiß-)Brot (2-3 Scheiben)
  • pul biber | Chilliflocken
  • tuz | Salz
  • kara biber | schwarzer Pfeffer
  • maydanoz | glatte Petersilie (1 Bund)
  • sarımsak | Knoblauch

Hazırlanışı | Zubereitung

Das Hackfleich in einer großen Schale bereitstellen. Die Zwiebeln schälen Read the rest of this entry »

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In der türkischen Küche wird Suppe “getrunken”

Tarhana Suppe

Das Wetter bewegt sich langsam in die wärmeren Temperaturen und der Sommer naht. In der Türkei hat meine Oma immer eine kalte Joghurtsuppe gemacht, die wir an heißen Sommertagen (direkt aus dem Kühlschrank) sehr genossen haben…sweet memory! :)

Auch in den Wintermonaten oder als klassische Vorspeise sind Suppen ein unverzichtbarer Teil der türkischen Küche. Mercimek Çorba(„Rote Linsensuppe“), Ezo Gelin Çorbası („Die Suppe der Braut Ezo“), Yayla Çorbası („Almsuppe“), Tarhana Çorba („Tarhanasuppe“) und die İşkembe Çorbası („Kuttelsuppe¡“) sind wohl die bekanntesten Suppen unter ihnen.

Die genaue Anzahl ist jedoch unbekannt, es gibt vielfältige Suppen mit Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchten, Joghurt oder Kombinationen der Zutaten. Viele Regionen haben eigene Varianten der Suppenrezepte, einige von ihnen werden kalt verzehrt. In der Türkei ist es durchaus auch üblich zum Frühstück eine Suppe zu essen. In jedem größeren Dorf gibt es lokale Suppenküchen Çorbacı“ die den ganzen Tag verschiedenste Suppe anbieten. Dazu wird natürlich nur frisches Weißbrot gereicht. Da die Suppen auch sehr reichhaltig an Zutaten sind, sättigen sie und geben Kraft für den Tag. Eine weitere Sitte ist auch das Suppe trinken nach eine durchzechten Nacht. Klassisch wird dann İşkembe çorbası gereicht.

Übrigens wird in der türkischen Sprache eine Suppe nicht gegessen sondern getrunken. ;) „Hadi, çorba içmeye gidelim“ > „Los, lass uns Suppe trinken gehen“

Umfrage

Dazu möchten wir mal wieder ein Umfrage starten: welche ist Eure Lieblingssuppe?

Deine türkische Lieblingssuppe? (max. 3)

  • Mercimek çorbası (Rote Linsensuppe) (57%, 109 Votes)
  • Tarhana çorbası ("Tarhana-Suppe") (22%, 42 Votes)
  • Yayla çorbası ("Almsuppe") (20%, 38 Votes)
  • Şehriyeli tavuk çorbası (Hühnersuppe mit Reisnudeln) (16%, 31 Votes)
  • İşkembe çorbası ("Kuttelsuppe") (15%, 28 Votes)
  • Ezo gelin çorbası ("Die Suppe der Braut Ezo") (14%, 26 Votes)
  • Domates çorbası (Tomatensuppe) (12%, 23 Votes)
  • Yeşil mercimek çorbası (Grüne Linsensuppe) (7%, 13 Votes)
  • Patates çorbası (Kartoffelsuppe) (5%, 10 Votes)
  • Sebze çorbası (Gemüsesuppe) (5%, 10 Votes)
  • Mahluta çorbası ("Mahluta-Suppe") (-73%, 3 Votes)

Stimmen insgesamt | Toplam: 190

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Pide ~ türkisches Fladenbrot oder mehr?

Pide ist in der türkischen Küche (Mutfak) so verankert wie die Kartoffel in der deutschen Küche. Dabei sollte man wissen, dass zu jedem Gericht (fast) immer Brot gereicht wird. Es gehört einfach dazu. Der kulturelle Hintergrund ist im Islam zu finden, denn Brot ist heilig, ja sogar heiliger als der Koran. Fällt Brot auf den Boden so ist es fast eine Sünde, die mit 3-maligem „Küssen an die Stirn heben“ wieder aufgehoben wird. Brot macht satt und kann in trockenem Zustand immer noch den Hunger tilgen. Daher sagt man: Oğlan olsun deli olsun, ekmek olsun kuru olsun > Hauptsache Jungen so sollen sie verrückt sein, ist Brot da soll es trocken sein – aber kommen wir zu den Pide-Arten.

Der/die/das Pide (schon wieder das Artikelproblem) ist ein Fladenbrot aus Hefeteig. Im türkischen und arabischem Raum wird es manchmal mit etwas Öl oder Butter im Steinofen gebacken. Runde oder länglich flache Formen, mit oder ohne Rautenmuster sind die klaren Kennzeichen des Pide. Sesam oder Kümmel als Verfeinerung oben drauf sind typische Merkmale. Dabei fällt mir ein, dass meine Eltern von Kümmel und Kartoffel Vereinen im Deutschland der 70er erzählten. Im Internet find ich gar nichts darüber. :-( Kennt ihr das noch? Na ja – ich erinnere mich zu köstlichst daran, wenn meine Mutter mich zum Saray geschickt hat. Die einzige Bäckerei damals (80er), die frisches Brot und Pide gebacken hat. Außen knusprig innen fluffig – den Rand hat man auf dem Nachhauseweg abgerupft und gegessen. Saulecker! Jedes Mal hat meine Mama geschimpft (aber mit einem lächelnden Auge, denn sie macht es auch so!). Read the rest of this entry »

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Cacık schmeckt am besten selbst gemacht

Cacık ist aus der heutigen türkischen Küche nicht wegzudenken und wurde laut Aufzeichnungen seit dem 15. Jahrhundert auch am Hof des Sultans zu diversen Speisen gereicht. Zu deftigen, gut gewürzten Kebabs, fritierten und gekochten Gemüsegerichten wird es als Vorspeise oder Beilage gereicht, um die Schärfe des Essens zu nehmen. Der Yogurt liefert leicht verdauliches Calcium, Vitamine und Mineralien. Für Vorspeisen wie Cacık wird meist der Süzme Yogurt verwendet, er ist dicker, cremiger und mit 10% Fettgehalt.

Der in der türkischen Küche verwendete Süzme Yoğurt wird – vergleichbar mit der Herstellung von Topfen aus Quark – traditionell durch das „Abtropfenlassen“ normalen Joghurts in einem Sieb (türkisch süzme) oder einem Baumwolltuch hergestellt. Der auf diese Weise entwässerte Joghurt ist fester und cremiger; mit einem Fettanteil von 10 Prozent entspricht er einem Sahnejoghurt.

Der frische, leichte Geschmack von Yogurt, Gurke und Dill wird, mit ein wenig frischem Brot zu einem Geschmackserlebnis. Wir haben dieses Standardrezept auf Video, ihr könnt euch die Zubereitung anschauen. ;)

Kleiner Hinweis: Wir schneiden die Gurken klein und reiben sie nicht. Durch das Reiben verlieren die Gurken zuviel Flüssigkeit wodurch das Cacık zu sehr verwässert.

Das Rezept: Cacık ~ Türkisches Tzaziki

Zutaten

  • 200 – 300 gr Süzme Yogurt (10% Fettgehalt)
  • 2 kleine Gurken (gibt es im türkischen Supermarkt)
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein türkisches Teeglas (çaybardağı) Milch
  • etwas Dill
  • Salz
  • Pfeffer
  • Pul Biber (Chilli)
  • etwas Olivenöl
  • weitere Zutaten (nach Geschmack)

  • getrocknete Minze
  • frische Petersilie
  • Zubereitung

  • Gurken schälen und in kleine Stücke schneiden
  • Dill fein hacken
  • Knoblauch pressen
  • In eine Schale den süzme Yogurt und die Milch geben und mit dem Schneebesen verrühren. Anschliessend die Gurkenstückchen, den Knoblauch und den Dill beimischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken
  • In ein schönes Schälchen geben. Mit Dill, Pul Biber (Chili) und ein wenig Olivenöl verzieren
  • Dazu frisches Pide (Fladenbrot) reichen
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    Das Gewürz Kekik ist nicht gleich nur Oregano oder Thymian

    Vor einigen Tagen haben wir uns Gedanken darüber gemacht was das Gewürz Kekik auf Deutsch heißen könnte und waren etwas verwirrt über die Vielfalt der Ergebnisse in deutsch-türkischen Wörterbüchern. Also habe ich etwas nachgeforscht :)

    In der Türkei (und auch in anderen Ländern des östlichen Mittelmeers) gibt viele verschiedene Kräuter die Kekik genannt werden, da es keine Unterscheidung zwischen zahlreichen Pflanzenarten aus der Familie der Lippenblütler gibt. Unter anderem gehören die Kräuter Thymian, Oregano, Majoran und Bohnenkraut zu dieser Pflanzenfamilie die sehr eng miteinander Verwandt sind. Im türkischen heißt Kekik eben deshalb sowohl Thymian als auch Oregano und man bekommt eine Art Gewürzmischung.
    Diese Gewürzmischung hat die Eigenschaft, dass sie viele ätherische Öle enthält die den Gerichten dann den besonders feinen und typisch aromatischen Geschmack verleihen. Sachkundig getrocknet ist Kekik meist intensiv mit leicht würziger Note. In der mediterranen Küche wird sie oft zu gegrilltem Fleisch, Tomaten- und pikant gewürzten Fleischgerichten verwendet. Manchmal wird es in Olivenöl gestreut, mit Weißbrot gedippt ergibt das eine sehr einfache, aber köstliche Vorspeise.

    Sollte also in einem türkischen Rezept die Rede von Kekik sein, ist es ratsam sich das Gewürz beim gut sortierten türkischen Lebensmittelhändler zu kaufen. Manches ist eben doch nicht einfach 1:1 übersetzbar ;)

    Nachtrag (22.01.2010)

    Hier habe ich passend zum Thema auch gleich etwas gefunden:
    Das Produkt ist auf der Internetseite mit Thymian beschrieben, aber auf dem Etikett des Gewürzglases steht Oregano. Gleiches gibt’s auch nochmal umgekehrt
    :D

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    Sucuk oder Pastırma?


    Seit zwei Tagen sind wir in der Türkei im Urlaub. Türkisches Essen und regionale Zutaten sind ein zentrales Thema. Heute morgen hat sich folgende Geschichte ereignet: An einem türkischen Frühstückstisch darf eigentlich eins dieser beiden Dinge nicht fehlen: Sucuk oder Pastirma. Beides war vorhanden und wir fragten, woher denn das Pastirma kommt. Die Antwort kam schnell, natürlich aus Kayseri. Denn dort kommt das beste Pastirma her. Und die Sucuk? Die bringen wir aus Deutschland mit. Wie? Ja, Sucuk welche in der Türkei hergestellt ist, schmeckt nicht so gut…
    Das fanden wir jetzt so spannend, dass wir ganz kurz über diese Leckereien berichten wollten.
    Sucuk ist eine kräftig gewürzte Rohwurst aus Rind- oder Kalbfleisch und Lammfleisch (laut Wikipedia). Wir sind damit aufgewachsen wie die Schweden mit Knäckebrot. Sucuk kann man zu jeder Mahlzeit essen, Frühstück, Mittagessen oder zu Abend. Unzählige Rezepte tummeln sich um die Wurst. Meine persönlichen Sucuk-Rezepte sind mit Ei, im Toast oder zum Grillen. In Deutschland wird es eher als türkische Knoblauchwurst bezeichnet und findet sich auch schon bei dem einen oder anderen deutschen Metzger. Mehr dazu in einem Spezial.
    Pastirma aus KayseriPastırmaDie Speise ist ein Erbe der nomadisierenden Turkvölker. Der heutige Name entstammt der türkischen Sprache. Ursprünglich hieß es bastırma et und bedeutet gepresstes Fleisch. Der Legende nach nutzten Turkreiter die Filetscheiben als stärkende und kalorienreiche Wegzehrung. Sie wurden unter den Satteltaschen platziert und trocken geritten. (laut Wikipedia). Man kann es genauso zu jeder Mahlzeit essen. Wobei der würzige Geschmack von der umschließenden Paste (çemen) kommt. Mit leichtem Knoblauch zersetzt hat es einen intensiven Nachgeschmack. Am liebsten schmeckt es mir in gebackener Alufolie oder in Kurufasulye (Bohnen).

    Zum Abschluss würde uns sehr interessieren welchen Sucuk ihr in Deutschland am liebsten esst? Die Umfrage bleibt rechts oben bestehen.

    Welche Sucuk-Marke in Deutschland esst ihr am liebsten?

    • Egetürk (58%, 108 Votes)
    • Efepasa (29%, 54 Votes)
    • Yayla (9%, 17 Votes)
    • Baktat (6%, 12 Votes)
    • Namli (-2%, 8 Votes)

    Stimmen insgesamt | Toplam: 187

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