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Civis, Klein-Istanbul und die Türckische Cammer

Wir sind am pariser platz und gleich beim #civis on Twitpic

Zu einem verlängerten Wochenende sind wir am Donnerstag Richtung Osten aufgebrochen. Die Reise ging zur Civis Online Preisverleihung in Berlin, direkt am Pariser Platz im Europäischen Haus. Anfang des Jahres nahmen wir am Wettbewerb teil und freuten uns sehr über die offizielle Einladung. Gewonnen haben wir nicht, aber dabeisein ist alles. In der Laudatio wurden wir sogar freundlicherweise erwähnt… Nach der Verleihung hatten wir beim folgenden Empfang noch ein paar sehr nette Gespräche. Vielen Dank dafür nochmals an die Organisatoren des civis.

Kreuzberg

Am nächsten Tag sind wir quer durch Klein-Istanbul (Berlin) gefahren, waren einkaufen Read the rest of this entry »

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WDR-Themenwoche: Türkei 2010

Da ist man mal krank und schon verpasst man interessante Themen. Der WDR sendet diese Woche Reportagen zum Thema. Lässt sich alles nachlesen und -hören. Der SWR hat parallel dazu schon seit geraumer Zeit einen Blog.

Türkei 2010 – das Land zwischen Bosporus und Tigris
So nah und doch so fern sind hierzulande die türkischen Mitbürger und all jene mit türkischem Migrationshintergrund, so wenig weiß man über das Land, das seit Jahren um den EU-Beitritt kämpft. Die Themenwoche “Türkei 2010″ bei WDR 5 will das ändern: Anlässlich der Benennung Istanbuls zur Kulturhauptstadt Europas 2010 widmet sich die Wortwelle des WDR-Hörfunks in Zusammenarbeit mit SWR 2 in verschiedenen Sendungen vom 9. bis 17. Januar Land und Leuten zwischen Bosporus und Tigris sowie der Lebenswirklichkeit türkischer Einwanderer und ihrer Nachfahren in Deutschland.
Dazu gehören Reisen in die Vergangenheit und Gegenwart der Türkei, die Redaktionen beschäftigen sich mit politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen, stellen einzelne Künstler vor, geben Insider-Tipps für die nächste Instanbul-Reise, werfen Seitenblicke auf die Situation der Migranten hierzulande – und bieten kleinen und großen Hörern auf diese Weise ungleich mehr als das einfache Klischeebild von Kopftuch und Kebab.

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Deutsch-türkische Friseurlektüre 1

Bevor es in den Urlaub geht, habe ich mir die Zeit genommen zum
Friseur zu gehen. Und als ich da so saß (hier in Stuttgart), wurde mir
wieder einmal klar, dass ich mir meine Haare ausschließlich von
türkischen Friseuren schneiden lasse. Warum eigentlich? Nicht dass sie
besser Haare schneiden könnten (obwohl…ohne den deutschen Friseuren
näher treten zu wollen…). Nein, es ist nicht nur der Haarschnitt. In
der Türkei zum Friseur zu gehen ist nämlich weiblicher Volkssport.
Zudem sollte ich erwähnen, dass Friseur ein Männerberuf ist…ich find
das nett. Schwul sind sie übrigens nicht, meistens nicht; das sagt man
männlichen Edel-Friseuren ja so nach hier…zumindest mein Friseur in
Istanbul, der übrigens wahrhaftig kein Edel-Friseur ist, sondern ein
"mahalle berberi" ist kleinwüchsig, mit Bauch, Halbglatze einem
osmanischen Schnurbart…trägt meistens ein gestreifetes Hemd und
grundsätzlich eine geschmacklose Bundfaltenhose. Das tolle an der
ganzen Sache ist, dass der türkische Friseur gleichzeitig auch eine Art
"Tratschpsychologe" ist.

Das Szenario muss man sich so
vorstellen. Sie betreten einen Friseursalon. Laute Radiomusik (und dazu
meistens auch noch furchtbarer Pop) dröhnt aus einem alten
Kasettenrekorder-meistens ist das nervige Rauschen mit dabei…das
scheint da aber schon seit Jahren niemanden zu stören. Ausgeschaltet
wird der nur, wenn der Imam zum Gebet aufruft – das ist Pflicht! Der
Laden ist voll. Chaos. Geschrei, weil man zwischen den föhnenden
Haartrocknern und dieser nervigen Musik nichts versteht. Autos hupen
auf der Strasse – das ist auch Pflichtprogramm in Istanbul. Naja, ein
Blick in den Spiegel. Umdrehen tut sich da keiner. Er sieht dich an
durch den Spiegel an und zwinkert mit dem Auge ( das heißt soviel wie:
Was willst Du oder wie kann ich Dir helfen). Du fragst/schreist, ob er
Zeit hat. Und er nickt mit dem Kopf, macht einen Kopfschwenk nach
rechts ( das heißt: Setzt Dich! )…ich sag doch: Kommunikation geht
über die Augen. Wozu Worte?

Man setzt sich hin und wartet neben 5
weiteren Frauen, die veraltete und zugleich zerfetzte Frisurenzeitschriften durchblättern-seit Monaten die gleichen übrigens…und das Schauspiel
beginnt. Vorher noch nicht zu vergessen: kein türkischer Friseur wird
Dich jemals wieder zur Tür rausschicken-man hat immer Zeit.
Terminvereinbarungen gibt es nicht. Genauso wie keine Busfahrpläne. Man
überlässt alles dem Zufall :-)…nicht
so geplant und organisiert, wie wir das hier gewohnt sind – speziell in
Stuttgart. Auch Samstags, wenn die Braut sich die Haare hochstecken
lässt und die gesamte weibliche Sippschaft wartet bis sie an der Reihe
sind, schickt Dich keiner aus dem Laden…Kundenservice :-)

Ach ja…wir unterscheiden in der Türkei zwischen Friseur und Friseur.

1) Berber = Barbier = Männerfriseur

2) Kuaför = Coiffeur = Frauenfriseur

Und kein Kuaför kommt auf die Idee, Männern die Haare zu schneiden und
andersrum. Die Läden sind übrigens sind auch separat…so als würde der
eine Bäcker nur Brezeln und der andere nur Brötchen
verkaufen….(Fortsetzung folgt)

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Ayvalik Tost und weitere Leckereien

In der letzten Woche hat es uns (Ayşe+Orhan+Mama+Papa) zu einem Kurztripp in die Türkei verschlagen.

Wir wollte ja eigentlich Videos zu türkischen Leckereien drehen, aber es war wirklich ein Kurztripp. Daher haben wir uns auf das Vertilgen der Köstlichkeiten konzentriert. Egal wo wir waren, es musste immer die lokale Spezialität sein!

Ayvalık

Unser erstes Ziel ist ein Hafenstädtchen an der Nordägäis. Zwei Besonderheiten prägt die Stadt, das Olivenöl (Zeytinyağı) und der Ayvalık Tost. In diesem Gebiet ist der Anbau von Oliven traditionell und Ayvalık das Mekka. Es tummelten sich beizeiten bis zu 22 Olivenöl-Fabriken. Dazu machen wir aber mal ein Spezial im September. Der Ayvalık Tost erhält seine Besonderheit durch das lokal angebaute Mehl. In jedem Cafe, jeder Strandbar oder am Straßenrand in fahrbahren Mini-Küchen findet sich der Toast. Will man jedoch das Original genießen, geht man zum Avsar Tost. Direkt am Hafen, schräg gegenüber des Fischmarktes säumen sich 7-10 kleine Büdchen in einer engen Gasse. Früher, vor ca. 15 Jahren, waren es nur ein paar dieser Mini-Wagen, die sich dort aufstellten. Nun ist es eine Institution! Ein typischer Toast besteht in der Grundlage aus Brot und Butter. Zunächst wird dieser nach Belieben mit Kaşar (Hartkise aus Kuhmilch), Sosis (Würstchen) oder Sucuk getoastet. Dabei schmiert man noch Butter auf die obere und untere Seite des Toasts (wenig). Danach kommt nach Wunsch Tomate, Turşu (eingelegt Gürkchen), Mayonnaise und Ketschup. Boah… yamm!

Kuşadası

In der Südostägäis liegt das alteingesessene Städtchen Kuşadası (Vogelinsel). In der Nähe befindet sich Ephesus (für die Kulturhungrigen). Die Gegend wird geprägt vom sogenannten Çöp Åžiş (direkt übesetzt Müll-Spieß). Das sind ganze kleine Lammstückchen an Holzspießen (eher Splitter) gegrillt. Die dreht man in einem Häufchen auf Kreuzkümmel und Salz, drückt es ins Brot und nach Belieben Zwiebel und Tomaten dazu. Ein Glas mit geschäumten Ayran gehört dazu. Der berühmteste Rastplatz ist der Meşhur Yandım Çavuş

Åžirince

Das verschlagene Dörfchen ist ca. 8 km von Kusadası entfernt und liegt im Landesinneren. Dort wird Wein angebaut. Die Häuser sind alle restauriert und die Straßen sind gepflastert mit kleinen Ständen. Einen Rot- und einen Weißwein haben wir mitgenommen, mal sehen wann und wo wir ihn trinken.

Susurluk

Auf dem Weg nach Istanbul sind wir mit der Fähre von Bandirma aus gefahren. Ca. 55 km vorher liegt Susurluk, dort muss man Çiğ Börek. essen. Dementsprechend war auch der Andrang auf dem Parkplatz des Restaurants. Mit dem Wissen, dass die meisten schnell zur Fähre müssen, ist der Service zügig. Çiğ Börek ist gewürztes rohes Hackfleisch, umschlungen von Teig in einem Halbkreis geformt. Das Ganze wird frittiert.

Ach ja… war das lecker…

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Kulinarische Berichte aus der Türkei

Türkisches Essen (besonders Döner-Kebap) in Deutschland ist schon so normal wie Burger an den amerikanischen Fast-Food-Ketten. Zur Zeit formiert man sich in Kreuzberg. Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben, sondern auf ein paar Blogs verweisen, die ich ab und zu lese. Der Mario berichtet als Consultant aus Istanbul. Über das Leben, Löwenmilch und der Definition von Dostum. Fast schon aufklärend. Lest auf jeden Fall in den Kommentaren. Da findet sich sie ein oder andere Perle.

Als weiteres Highlight ist Dilek zu erwähnen. Für die TAZ bloggt sie auch aus Istanbul. Die Themen gehen in die Politik und vor kurzem gab es ein Gewinnspiel als eine Art Schnitzeljagd.

Und noch Türkei-heute. Leider wird da nicht mehr aktualisiert. Kennt ihr noch gute Blogs über Türkei, türkisches Leben, türkisches Essen?

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Das Küchenradio in Istanbul

Beim Küchenradio gibt es einen sehr netten Podcast aus Istanbul! Cindy, der Moderator hat wie ich finde, sehr typische Begegnungen. Charakteristisch für Deutsche und Türken! Wenn ihr also gerade ein bisschen Zeit habt (er ist ca. eine Stunde lang) hört unbedingt rein. Ich fand ihn wirklich sehr unterhaltsam!

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