Posts Tagged kartoffel

Pide ~ türkisches Fladenbrot oder mehr?

Pide ist in der türkischen Küche (Mutfak) so verankert wie die Kartoffel in der deutschen Küche. Dabei sollte man wissen, dass zu jedem Gericht (fast) immer Brot gereicht wird. Es gehört einfach dazu. Der kulturelle Hintergrund ist im Islam zu finden, denn Brot ist heilig, ja sogar heiliger als der Koran. Fällt Brot auf den Boden so ist es fast eine Sünde, die mit 3-maligem „Küssen an die Stirn heben“ wieder aufgehoben wird. Brot macht satt und kann in trockenem Zustand immer noch den Hunger tilgen. Daher sagt man: Oğlan olsun deli olsun, ekmek olsun kuru olsun > Hauptsache Jungen so sollen sie verrückt sein, ist Brot da soll es trocken sein – aber kommen wir zu den Pide-Arten.

Der/die/das Pide (schon wieder das Artikelproblem) ist ein Fladenbrot aus Hefeteig. Im türkischen und arabischem Raum wird es manchmal mit etwas Öl oder Butter im Steinofen gebacken. Runde oder länglich flache Formen, mit oder ohne Rautenmuster sind die klaren Kennzeichen des Pide. Sesam oder Kümmel als Verfeinerung oben drauf sind typische Merkmale. Dabei fällt mir ein, dass meine Eltern von Kümmel und Kartoffel Vereinen im Deutschland der 70er erzählten. Im Internet find ich gar nichts darüber. :-( Kennt ihr das noch? Na ja – ich erinnere mich zu köstlichst daran, wenn meine Mutter mich zum Saray geschickt hat. Die einzige Bäckerei damals (80er), die frisches Brot und Pide gebacken hat. Außen knusprig innen fluffig – den Rand hat man auf dem Nachhauseweg abgerupft und gegessen. Saulecker! Jedes Mal hat meine Mama geschimpft (aber mit einem lächelnden Auge, denn sie macht es auch so!). Read the rest of this entry »

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Kartoffel schälen in 10 Sekunden oder wie parkt man ein?

Danke für diese wertvollen Tipps bei waitless.org. Wie man ein Kartoffel in ein paar Sekunden schält, ein Auto mit einem Dreh einparkt oder ein T-Shirt in sekundenschnelle auszieht… Irgendwie nützlich. Besonders die Erklärungen in Zeitlupe sind ein Genuss.

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Tepsi Böreği ~ das Rezept

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Das Tepsi Böreği ~ Börek (Teigblätter) mit Käse-Füllung ist in der Zubereitung sehr einfach. Als Grundlage braucht man ein Backblech, jedoch geht es auch in einer tieferen Auflaufform. Dann wird das Börek dicker.

Zutaten:

4 Teigblätter (Yufka)
3 Eier
250g türkischer Feta
200ml Milch
150g geriebener Käse (Gouda, Emmentaler…)
125g Butter
2 mittelgroße Kartoffeln
Petersilie (glatte)
Dill
Salz
Pfeffer
Chilli (pul biber)
1 TL Schwarzkümmel (çörek otu)
wer mag 1-2 Knoblauchzehen

Zubereitung:

Die Butter in der warmen Milch schmelzen lassen. Dann ein Eigelb trennen und aufheben (das brauchen wir zum Bestreichen). Das restliche Eiweiß und das andere Ei in die leicht warme Milch geben. Die Eier direkt in der Milch verrühren. Diese Soße brauchen wir zum Befeuchten der Yufka-Blätter. Die vorgekochten Kartoffeln von ihrer Schale befreien und in eine breitere Schale geben. Die kleingehackte Petersilie, den Dill, den zerbröselten Feta, Salz, Pfeffer, Chilli in mit den Kartoffeln zusammen zerdrücken (am Besten geht da ne Gabel). Das Backblech mit Pflanzenöl einölen oder einfetten (dann klebts nicht so…). Ein ganzes Teigblatt als Grundlage in das Backblech legen, die Ränder sollen ruhig überlappen. Die Soße mit einem Löffel verstreichen so dass das Yufka nur leicht befeuchtet ist. Das zweite Yufka-Blatt teilen wir in vie Teile und verteilen es als eine Schicht auf das Blech und wiederholen das Befeuchten. Bei der letzten Schicht befeuchten wir nicht mehr, sondern verteilen die Füllung gleichmäßig. Den gerieben Käse noch darüber geben und mit den restlichen Yufka-Blättern die Schichtung und Befeuchtung fortsetzen. Zum Schluss die überlappenden Ränder zuklappen und alles noch einmal anfeuchten. Das Eigelb leicht verstreichen und mit dem Schwarzkümmel bestreuen. Ganz wichtig: das Börek nun von der Mitte beginnend in gleichgroße Stücke schneiden, so verteilt sich die Soße besser. Im 180 °C vorgehizten Ofen ca. 30 Minuten goldbraun backen. Mit Çay oder Ayran servieren. Afiyet olsun!

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Mercimek Çorbası ~ Linsensuppe ~ Rezept

                               Suppe ist nicht gleich Suppe! Und die Linsensuppe (Mercimek Çorbası) schon gar nicht. Denn in jedem Haushalt wird sie anders zubereitet. Wir haben uns für das Rezept meiner Mama entschieden, denn die Version schmeckt wirklich lecker und ist ganz einfach zuzubereiten. Ein absoluter Klassiker in der türkischen Suppenkultur!

Zutaten:

1 Glas Rote Linsen
1 Kartoffel
1 Karotte
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Butter
Salz, Pfeffer, Minze, Chilli-Pfeffer
Zubereitung

Kartoffel, Karotte, Zwiebel und Knoblauchzehe kleinhacken. Fein geschnippelt hat man später weniger Arbeit. Wer zu faul ist, kann das Gemüse auch grob schneiden. Dann Wasser in einen Topf geben und aufkochen lassen. Nun schütten wir das gehackte Gemüse und die roten Linsen in das Wasser und lassen das etwa 30 Minuten kochen. Jetzt schon mit Salz und Pfeffer würzen ~ aber nicht zu viel!

Hat man das Gemüse kleingehackt, dürfte sich nun nach einer halben Stunde alles aufgelöst haben. Wenn nicht, dann schnell einen Mixer zur Hand nehmen! Denn jetzt wird alles nochmal kräftig durchgerührt, damit die Suppe eine feine Konsistenz bekommt.

Nebenher bereiten wir in einer Pfanne noch die Gewürzmischung zu: Butter in die Pfanne und schmelzen lassen. Dann die Minze und den Chilli hineingeben und anrösten. Sobald die Gewürze angeröstet sind, ab damit in die Suppe und durchrühren! Fertig ~ afiyet olsun! Zum Podcast

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