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Kaffeeseminar im Starbucks Düsseldorf am Hafen

Kaffeesatzlesen aus dem Becher ist nicht so ergiebig. Besser doch türkischen Mokka trinken?!

Diesen Samstag hab ich mich mit einigen Freunden zum Coffee Tasting im Starbucks getroffen. Das soll nun echt keine Werbung für die Kette sein, aber was gut war, muss ja auch mal gesagt werden… Das Starbucks-Café im Hafen in Düsseldorf, hat unsere Gruppe von 13 Personen herzlich empfangen. Elke, unsere Gastgeberin erklärte die Unterschiede zwischen Kaffee-Anbaugebieten und dass die Ziehzeit beim French Press max. 4 Minuten sein darf. Da machen auch mal die ganzen Timer im Café Sinn ;) . War auf jeden Fall alles sehr interessant, in Kombination mit verschiedenen Kuchenarten oder Käse schmeckt ein Kaffee gaaaaanz anders! Probiert es mal aus.

Was ich noch gelernt hab: ein Espresso hat den geringsten Koffeingehalt. Dann kommt Filter und dann French Press. Also wenn ihr wach werden wollt…

Hat richtig Spaß gemacht und gemütlich war es auch. Wir von KochDichTürkisch dachten an ein türkisches Kaffee-Seminar. Mit Cezve, Fincan und Kurabiye. Wer also Lust hat, mal hier Bescheid geben. Dann organisieren wir das dort. Schaut auch mal auf den Blog von starbucksgrandbateau.

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Gürültülü

Die türkische Sprache wird in Deutschland besonders gerne mit dem Vorurteil belegt, dass so viele Üs enthalten sind. Das kann ich nicht so richtig nachvollziehen, aber ich bin auf einen Artikel gestoßen in dem ein Wort vorkommt, was echt viele Üs hat: Gürültülü = mit viel Krach! Kennt ihr ein anderes? Der Artikel in der SZ hat so einige Argumente, warum die türkische Sprache und Kultur so interessant und es wert ist einen näheren Blick darauf zu werfen.

Hier drei Argumente vom Fachmann. Es spricht: Christoph Neumann, Übersetzer von Orhan Pamuks “Schnee”. “Du möchtest eine exotische Sprache lernen, sie soll aber doch mit lateinischen Buchstaben geschrieben werden? Bitteschön: Du hast die Wahl zwischen Albanisch, Baskisch, Maltesisch ~ und Türkisch.”

“Stell dir vor, du bist ein Marsmensch und landest auf der Erde. Du hast nur 48 Stunden Zeit, eine Sprache zu lernen. Absolut logisch soll sie sein und mindestens ein Prozent der Weltbevölkerung soll sie sprechen. Ganz klar: Der Marsmensch wird Türkisch lernen.”

“Es ist die am wenigsten übersetzte ernstzunehmende Literatursprache. Und der türkische Roman ist so komisch. Ach, was gibt es da noch für Schätze zu entdecken.”

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. „Der Marsmensch lernt Türkisch“. Meine Freunde meinen immer zu mir, dass sie sich eher die Zunge brechen, als das die Sprache einfach und logisch wäre. Dabei sind doch sogar deutsche Wörter in die Türkei gewandert. In Ayvalik haben wir mal „Aysbergsalata“ gekauft. Ich fragte den Gemüsehändler, was den Eisberg auf türkisch heißt ~ eine verdutzte Antwort: „Der Salat heißt doch so…“ Pah!

Wie gesagt, der Artikel ist echt lesenswert! Genauso der andere mit drei jungen Münchenern türkischer Herkunft. Es sind auch Ton-Mitschnitte dabei. Dieser spricht aus meinem Herzen!

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Bademli Kurabiye ~ Mandelgebäck ~ Rezept

DSC00145_2.JPG Da es im türkischen Haushalt jederzeit unangekündigt an der Tür klingeln kann, hat man immer etwas Kurabiye bereit. Wenn Nachbarn oder Freunde mal auf einen Sprung vorbei schauen, wird immer ein Glas çay und dazu etwas Kurabiye angeboten. Dieses Gebäck gibt es vielen verschiedenen Variationen. Süß, mit Nüssen, Schokolade, getrocknetem Obst …. oder auch Salzig, gefüllt mit Schafskäse, Oliven, Kräutern oder Ähnlichem. Da es so einfach zu machen ist, hat man immer etwas Vorrätig. Überzeugt euch selbst!

Zutaten:

2 Eier
750g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Glas Zucker
250g pflanzliche Margarine
250g Quark (oder Süzme Yoğurt)
1 Tüte gehobelte Mandeln
1/2 Teeglas Sonnenblumen
Zitronenschale

Zubereitung:

Zuerst trennen wir von einem Ei das Eigelb und das Eiweiß. Das Eiweiß kommt in eine große Schüssel. Das Eigelb bewahren wir auf, um später die Kurabiye zu bestreichen, bevor sie gebacken werden. Dann geben wir das Eiweiß, das zweite Ei, den Zucker und den Quark in eine große Schüssel und verrühren es so lange mit einem Löffel bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das halbe Teeglas (çaybardağı) Sonnenblumenöl wird dazu gegeben und weiter gerührt. Das Backpulver und den Vanillezucker auch noch unterrühren und dann kleine weiche Margarinestückchen hinzugeben. Wenn man alles gut vermischt hat, kann man anfangen das Mehl nach und nach hinzu zu geben und einzukneten. Wir müssen alles gut durchkneten, bis der Teig die Konsistenz eines Ohrläppchens hat. Wenn der Teig dann fest ist, können wir ihn in beliebige Form bringen. In unserem Beispiel haben wir kleine Schleifchen geformt. Man kann aber auch Kugeln oder ähnliches draus formen. Nun bestreichen wir die Kurabiye noch mit dem Eigelb, welches wir uns aufgehoben hatten. Jetzt können sie in den Backofen, um dort bei ca. 180 °C eine halbe Stunde zu backen. Die Backzeit kann man variieren, je nach gewünschtem Bräunungsgrad. Wenn die Kurabiye abgekühlt sind, bewahrt man sie am besten in einem geschlossenen Behälter auf. Dann bleiben sie länger frisch.

Mit einem heißen Glas çay kann man die Kurabiye nun genießen.

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Bademli Kurabiye ~ Süßgebäck mit Mandeln ~ Podcast

DSC00152.JPG Bademli Kurabiye ~ Im türkischen Haushalt kann es jederzeit unangekündigt an der Tür klingeln. Das wissen wir aus der Çay-Kultur, so dass man immer etwas Gebäck (süß oder salzig) zum Anbieten hat. Kommen Nachbarn oder Freunde mal auf einen Sprung vorbei, gibt es çay und dazu Kurabiye. Lasst es euch schmecken.

Den Podcast umsonst liefern lassen

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Çay kochen ~ Tee auf türkische Art

Autotee.jpgDas Erste am Morgen ist ein Glas Tee! So beginnt in einem türkischen Haushalt der Tag. Der Tag und der Mensch erwacht damit, so wie der türkische Ausdruck für „Guten Morgen“ ~> „Günaydın“ also der Tag erwacht. Doch nicht nur am Morgen wird der Çay getrunken, sondern zu fast jeder Tageszeit und Gelegenheit. Er ist fest verankert in der türkischen Kultur. Schaut man auf die Herkunft, ist natürlich China zu nennen, denn daher kommt er ins Osmanische Reich. Es ist gar nicht so lange her. Die Osmanen versuchten erst 1888 in Bursa die Teesamen zum Sprießen zu bekommen. Das Klima dort ist aber nicht geeignet dazu. Einige Nachforschungen und Versuche später kam man auf das Gebiet an der Schwarzmeerküste. Es fällt mehr Regen als in den anderen Regionen Antoliens und es ist milder. So kam es, dass ab 1935 der erste erfolgreiche Anbau von Tee in Rize begann. Die Chinapflanze Camellia sinensis ist der Ursprung des Schwarztees, wobei Teemischungen den Charakter des Rize-Çay ausmachen. Heute ist die Türkei mit 6% am Tee-Weltmarktanteil auf Platz 5 der Tee produzierenden Länder. Der pro Kopf Verbrauch von Schwarztee liegt bei 2,3 kg. In Deutschland nur 230g, aber in Ostfriesland 2,6 kg. Was ein Zufall, denn man muss wissen, dass die Bewohner am Schwarzmeer (die Laz) sozusagen die Ostfriesen der Türkei sind. Dazu schreiben wir noch mal was längeres…

Ein Brauch bzw. zu den guten Sitten in der Türkei darf der Tee nicht fehlen. Als gastfreundliche Geste wird immer ein Glas Tee angeboten. Dabei ist es vollkommen egal, ob es der liebe Nachbar oder ein unbekannter Fremder ist. Der Besuch wird als Gast Gottes angesehen und eine Ablehnung kommt (fast) einer Beleidigung nahe. Also ruhig zum Tee bleiben und ein paar Worte wechseln. Dabei das Dedikodu nicht auslassen. ;-)

Den Çay kochen

Das Ritual zum Kochen des typisch türkischen Tees ist ganz einfach. Den Tee genießt man am Liebsten zum Börek, zum Kurabiye oder mit Kek.

Zutaten und Utensilien

  • Wir brauchen auf jeden Fall ein Çaydanlık. Das ist eine Abwandlung des Samowar bzw. Semaver und lässt sich auf einer normalen Herdplatte nutzen.
  • Türkischen Schwarztee (ein TR-Teelöffel pro Glas und einen für die Teekane)
  • Teesieb
  • türkische Teegläser (falls zur Hand)
  • Utensilien zum Çay kochen gibt es bei Buqet.

Zubereitung (zum Podcast)

  • den Tee mit lauwarmen Wasser im Demlik (Teekanne) auswaschen bzw. anfeuchten
  • das Çaydanlık mit kaltem (am Besten frischem, kalkfreiem) Wasser füllen
  • Das Demlik auf das Çaydanlık stellen, auf den Herd und zum Kochen bringen
  • Wenn das Wasser kocht das Demlik mit kochendem Wasser aufgießen
  • Kaltes Wasser ins Çaydanlık nachfüllen
  • Auf niedriger Temperatur zum Kochen bringen
  • Ins Teeglas ca. 1/3 Teesud durch das Teesieb gießen und mit heißem Wasser auffüllen
Quellen zum Artikel: SWR

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Kurabiye-Vorschau

Kurabiye_ue.jpg Am Wochenende wurde der Podcast für die Kurabiye gedreht~ da er aber noch nicht fertig ist, gibt es hier jetzt schon eimal eine kleine Vorschau. Ein Ü! Seeehr lecker!

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