Hier sind ein paar Wegweiser zu türkischen Restaurants in Großstädten aufgelistet. Die Empfehlungen können auf Qype von jedem erweitert werden.
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Türkisch Essen gehen
Mar 14
Wir werden ab und an gefragt, wo man denn gut türkisch Essen gehen kann. Da fällt die Wahl oder Empfehlung nicht immer leicht. Daher legen wir ab jetzt für jede größere Stadt Qype-Guides an. Diese Seite werden wir immer wieder erweitern. Sie sind offen angelegt, so dass wenn ihr Empfehlungen zu türkischen Restaurants oder Imbissen habt, sie direkt anfügen könnt.
Pide ist in der türkischen Küche (Mutfak) so verankert wie die Kartoffel in der deutschen Küche. Dabei sollte man wissen, dass zu jedem Gericht (fast) immer Brot gereicht wird. Es gehört einfach dazu. Der kulturelle Hintergrund ist im Islam zu finden, denn Brot ist heilig, ja sogar heiliger als der Koran. Fällt Brot auf den Boden so ist es fast eine Sünde, die mit 3-maligem „Küssen an die Stirn heben“ wieder aufgehoben wird. Brot macht satt und kann in trockenem Zustand immer noch den Hunger tilgen. Daher sagt man: Oğlan olsun deli olsun, ekmek olsun kuru olsun > Hauptsache Jungen so sollen sie verrückt sein, ist Brot da soll es trocken sein – aber kommen wir zu den Pide-Arten.
Der/die/das Pide (schon wieder das Artikelproblem) ist ein Fladenbrot aus Hefeteig. Im türkischen und arabischem Raum wird es manchmal mit etwas Öl oder Butter im Steinofen gebacken. Runde oder länglich flache Formen, mit oder ohne Rautenmuster sind die klaren Kennzeichen des Pide. Sesam oder Kümmel als Verfeinerung oben drauf sind typische Merkmale. Dabei fällt mir ein, dass meine Eltern von Kümmel und Kartoffel Vereinen im Deutschland der 70er erzählten. Im Internet find ich gar nichts darüber.
Kennt ihr das noch? Na ja – ich erinnere mich zu köstlichst daran, wenn meine Mutter mich zum Saray geschickt hat. Die einzige Bäckerei damals (80er), die frisches Brot und Pide gebacken hat. Außen knusprig innen fluffig – den Rand hat man auf dem Nachhauseweg abgerupft und gegessen. Saulecker! Jedes Mal hat meine Mama geschimpft (aber mit einem lächelnden Auge, denn sie macht es auch so!). Read the rest of this entry »
Duesseldorf – Essen & Trinken – Restaurants – Tuerkisch
Schwarzes Meer – Karadeniz
Gutes Türkisches Restaurants mit einer sehr reichen Speisekarte.
- Preis/Leistung: gut
- Ambiente: sehr warm und nett eingerichtet, dunkeles Holz, große schwarz-weiß Bilder an den Wänden. Terasse vorhanden. Die Küche ist offen und gut einsehbar, das weckt vertrauen.
- Bedienung ganz gut, bis auf einen Kellner der mir schon mehrmals negativ aufgefallen ist.
- Mittags gibt es ein sehr gutes und günstiges Büffet (mit Soft-Getränkt ca. 7 €)
- Fisch und Fleischgerichte schmecken sehr gut und der Vorspeisenteller sollte bei keiner Bestellung fehlen.
- Für Vegetarier ist das Lokal auch zu empfehlen, die Speisekarte gibt viel her ![]()
- Von Hauptbahnhof ganz gut erreichbar.
- Was es dort nicht gibt: Döner, Lahmacun und Pide. Mir persönlich fehlt der Nachtisch..leider keine grosse Auswahl.
Mein Beitrag zu Schwarzes Meer – Ich bin jackyorchidee – auf Qype
In der letzten Woche hat es uns (Ayşe+Orhan+Mama+Papa) zu einem Kurztripp in die Türkei verschlagen.
Wir wollte ja eigentlich Videos zu türkischen Leckereien drehen, aber es war wirklich ein Kurztripp. Daher haben wir uns auf das Vertilgen der Köstlichkeiten konzentriert. Egal wo wir waren, es musste immer die lokale Spezialität sein!
Ayvalık
Unser erstes Ziel ist ein Hafenstädtchen an der Nordägäis. Zwei Besonderheiten prägt die Stadt, das Olivenöl (Zeytinyağı) und der Ayvalık Tost. In diesem Gebiet ist der Anbau von Oliven traditionell und Ayvalık das Mekka. Es tummelten sich beizeiten bis zu 22 Olivenöl-Fabriken. Dazu machen wir aber mal ein Spezial im September. Der Ayvalık Tost erhält seine Besonderheit durch das lokal angebaute Mehl. In jedem Cafe, jeder Strandbar oder am Straßenrand in fahrbahren Mini-Küchen findet sich der Toast. Will man jedoch das Original genießen, geht man zum Avsar Tost. Direkt am Hafen, schräg gegenüber des Fischmarktes säumen sich 7-10 kleine Büdchen in einer engen Gasse. Früher, vor ca. 15 Jahren, waren es nur ein paar dieser Mini-Wagen, die sich dort aufstellten. Nun ist es eine Institution! Ein typischer Toast besteht in der Grundlage aus Brot und Butter. Zunächst wird dieser nach Belieben mit Kaşar (Hartkise aus Kuhmilch), Sosis (Würstchen) oder Sucuk getoastet. Dabei schmiert man noch Butter auf die obere und untere Seite des Toasts (wenig). Danach kommt nach Wunsch Tomate, Turşu (eingelegt Gürkchen), Mayonnaise und Ketschup. Boah… yamm!
Kuşadası
In der Südostägäis liegt das alteingesessene Städtchen Kuşadası (Vogelinsel). In der Nähe befindet sich Ephesus (für die Kulturhungrigen). Die Gegend wird geprägt vom sogenannten Çöp Åžiş (direkt übesetzt Müll-Spieß). Das sind ganze kleine Lammstückchen an Holzspießen (eher Splitter) gegrillt. Die dreht man in einem Häufchen auf Kreuzkümmel und Salz, drückt es ins Brot und nach Belieben Zwiebel und Tomaten dazu. Ein Glas mit geschäumten Ayran gehört dazu. Der berühmteste Rastplatz ist der Meşhur Yandım Çavuş
Åžirince
Das verschlagene Dörfchen ist ca. 8 km von Kusadası entfernt und liegt im Landesinneren. Dort wird Wein angebaut. Die Häuser sind alle restauriert und die Straßen sind gepflastert mit kleinen Ständen. Einen Rot- und einen Weißwein haben wir mitgenommen, mal sehen wann und wo wir ihn trinken.
Susurluk
Auf dem Weg nach Istanbul sind wir mit der Fähre von Bandirma aus gefahren. Ca. 55 km vorher liegt Susurluk, dort muss man Çiğ Börek. essen. Dementsprechend war auch der Andrang auf dem Parkplatz des Restaurants. Mit dem Wissen, dass die meisten schnell zur Fähre müssen, ist der Service zügig. Çiğ Börek ist gewürztes rohes Hackfleisch, umschlungen von Teig in einem Halbkreis geformt. Das Ganze wird frittiert.
Ach ja… war das lecker…
Heute morgen war ich mal wieder mit meinen Freunden brunchen. Ein schöne Tradition! Lecker! Zum Ende der Gaumenfreunde gehts ans Bezahlen. Die Tradition in Deutschland hat sich dahin bewegt, dass bei einer größeren Gruppe von Personen direkt getrennt bezahlt wird. In der Türkei (aber natürlich auch in hier in Deutschland) wird gefragt: „Geht das zusammen oder getrennt?“ ~ „beraber mi ayrı mı?“
Antworten die Gäste mit „ayrı/getrennt“ nennt man das Ganze Alman usulü ödemek. Das ist sogar ein echter Fachbegriff geworden. In einer Restaurantkritik wird beschrieben wie jeder Gast eine Chipkarte erhält und damit individuell bezahlt. Dort wird es als die deutsche Art zu bezahlen bezeichnet.
Es gibt so einige Tischrituale in der Türkei, die häufig zu lauthalsen Diskussionen führen. Geht man als Mann mit einer Frau zum Trinken/Essen, so bezahlt der Mann. Geht man mit der Familie, so bezahlt der Papa. Geht man mit einem Geschäftspartner, so bezahlt derjenige, der zum Essen geladen hat. Jedoch sollte der Eingeladene seine Brieftasche höflicherweise zücken. Geht man mit Freunden, kann es zu diesen lauthalsen Diskussionen kommen. Je nach dem wer wen zuerst zum Essen eingeladen hat… Aber gütlich einigt man sich beim Alman usulü. Dabei sollte man erwähnen, dass das nicht negativ gemeint ist. Die Türken haben hohen Respekt vor der deutschen Kultur und übernehmen diese bei Bedarf auch.
Übrigens, in Deutschland ist es gar nicht so lange her, dass man feste Regeln beim Bezahlen hatte. Eine Sendung auf SWR2 berichtet sehr schön darüber (auch als Podcast).
Wie sind eure Erfahrungen?






