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Geschwärzte Oliven

Bei einem typisch türkischen Frühstück dürfen keine Oliven fehlen

Oliven gehören immer zum türkischen Frühstück dazu. Besonders die schwarzen Oliven. Heute morgen habe ich einen Bericht auf Funkhauseuropa gehört und es hat mich doch erschreckt. Es wurden Oliven getestet und es sind geschwärzte Oliven dabei. Das Beste – es ist sogar erlaubt. Unfassbar!! Denn grüne Oliven sind billiger in der Produktion, so dass das Färben günstiger ist. Hier das Zitat:

Getestet wurden 12 schwarze und grüne Olivenprodukte (in Salzlake) aus Supermärkten. Es gab 7 mal befriedigend und 5 mal ausreichend. Am besten schnitten die Produkte von türkischen Anbietern ab. Sieger waren die grünen Oliven aus dem Karadag Supermarkt. Pikant: in zwei Produkten steckten gar keine reifen schwarzen Oliven, sondern mit dem Farbstoff Eisenglukonat gefärbte grüne Oliven (Edelmarke Kattus von Rewe und Oliven von Aldi). Dieses Färben ist allerdings erlaubt, der Farbstoff muss nur angegeben werden.

Zum Nachhören der Beitrag zum Download.

Was denkt ihr? Werdet ihr die geschwärzten noch kaufen?

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Salça ist nicht gleich Tomatenmark

Jedes Jahr die gleiche Szene. In unserem Yazlık an der türkischen Nordägäis bei Ayvalık frage ich meine Mutter wo es das beste Salça gibt. Wir kaufen uns jedes Jahr das Tomatenmark auf Vorrat. Sie meint: „Pazara gidin ve orada köylüler pazarını arayın. En güzelini bulursunuz.“ („Geht auf den Wochenmarkt und sucht dort den Dorf-Markt – (dort verkaufen die Bauern und Dorfbewohner ihre eigenen Produkte direkt). Dort findet ihr das Beste.“ Wir laufen also auf den Pazar, vorbei an den farbenfrohen Ständen, der Geruch von frisch gemahlenem Kahve liegt in der Luft, die Marktschreier rufen um die Wette. Die engen Gassen in Ayvalik geben Schatten in der Sommerhitze und wandeln sie durch die angebauten Stände in ein undurchsichtiges Labyrinth. Beim großen überdachten Read the rest of this entry »

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Döner macht schöner! oder… Türkisches Essen in Deutschland

Döner-Kultur in Deutschland, Quelle Flickr

Döner-Kultur in Deutschland

In Deutschland verkauft sich der Döner insgesamt mehr als die große amerikanische Franchising-Kette. Das ist immer wieder erstaunlich zu hören und gilt schon seit über 10 Jahren. Im Ausland wird der Döner Kebap als deutsches Fast-Food bezeichnet wird. Schön nachzulesen im Standardwerk, wenn man sich für Döner-Herkuft interessiert: Aufgespießt. Wie der Döner über die Deutschen kam.

Aber ist das schon alles? Die zweite Frage, die von einem Deutschstämmigen an einen Türkischstämmigen gestellt wird: „wo gibt es den besten Döner in der Stadt?“ sagt aus, welches Ansehen türkisches Essen in Deutschland hat. Es wird im Allgemeinen reduziert auf die Döner-Bude, oder? Vielleicht noch Lahmacun, die ja „türkische Pizza“ genannt – auch ein Unding finde ich. Man sagt auch nicht italienische Nudeln zu Pasta. Auf den Punkt bringt es genussbereit:

Das mag daran liegen, dass die türkische Küche in Deutschland zum Inbegriff der volksnahen Imbiss-Küche geworden ist. Das hat einerseits damit zu tun, dass die türkischen Gastronomen ursprünglich als Arbeiter nach Deutschland gekommen sind und nicht als Köche, andrerseits mit den traditionellen Lokalen in der Türkei, die in ihren Theken einen ziemlich fest definierten Kanon an vorbereiteten Gerichten anbieten – etwas, was dem Pommesbuden-Wesen in Deutschland ziemlich nahe kommt.

Die Welt bezeichnet die Döner-Kultur als Integrationsfördernd. Dabei ist der Blickwinkel einseitig, Zitat:

Der Döner ist Unterschichtenessen und deutsche Alltagsküche zugleich. In fast jeder Stadt der Republik sind Dönerbuden zu finden, hier wird man satt für wenig Geld. Doch nicht erst seit der Krise Read the rest of this entry »

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Cacık schmeckt am besten selbst gemacht

Cacık ist aus der heutigen türkischen Küche nicht wegzudenken und wurde laut Aufzeichnungen seit dem 15. Jahrhundert auch am Hof des Sultans zu diversen Speisen gereicht. Zu deftigen, gut gewürzten Kebabs, fritierten und gekochten Gemüsegerichten wird es als Vorspeise oder Beilage gereicht, um die Schärfe des Essens zu nehmen. Der Yogurt liefert leicht verdauliches Calcium, Vitamine und Mineralien. Für Vorspeisen wie Cacık wird meist der Süzme Yogurt verwendet, er ist dicker, cremiger und mit 10% Fettgehalt.

Der in der türkischen Küche verwendete Süzme Yoğurt wird – vergleichbar mit der Herstellung von Topfen aus Quark – traditionell durch das „Abtropfenlassen“ normalen Joghurts in einem Sieb (türkisch süzme) oder einem Baumwolltuch hergestellt. Der auf diese Weise entwässerte Joghurt ist fester und cremiger; mit einem Fettanteil von 10 Prozent entspricht er einem Sahnejoghurt.

Der frische, leichte Geschmack von Yogurt, Gurke und Dill wird, mit ein wenig frischem Brot zu einem Geschmackserlebnis. Wir haben dieses Standardrezept auf Video, ihr könnt euch die Zubereitung anschauen. ;)

Kleiner Hinweis: Wir schneiden die Gurken klein und reiben sie nicht. Durch das Reiben verlieren die Gurken zuviel Flüssigkeit wodurch das Cacık zu sehr verwässert.

Das Rezept: Cacık ~ Türkisches Tzaziki

Zutaten

  • 200 – 300 gr Süzme Yogurt (10% Fettgehalt)
  • 2 kleine Gurken (gibt es im türkischen Supermarkt)
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein türkisches Teeglas (çaybardağı) Milch
  • etwas Dill
  • Salz
  • Pfeffer
  • Pul Biber (Chilli)
  • etwas Olivenöl
  • weitere Zutaten (nach Geschmack)

  • getrocknete Minze
  • frische Petersilie
  • Zubereitung

  • Gurken schälen und in kleine Stücke schneiden
  • Dill fein hacken
  • Knoblauch pressen
  • In eine Schale den süzme Yogurt und die Milch geben und mit dem Schneebesen verrühren. Anschliessend die Gurkenstückchen, den Knoblauch und den Dill beimischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken
  • In ein schönes Schälchen geben. Mit Dill, Pul Biber (Chili) und ein wenig Olivenöl verzieren
  • Dazu frisches Pide (Fladenbrot) reichen
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    Aşure ~ Noahs Süßigkeit ~ nach Omas Rezept

    Aşure Noahs Süßigkeit

    asure400 g Weizen (im türkischen Supermarkt: Aşurelik bugday)
    2 Tassen Kichererbsen aus der Dose
    2 Tassen weiße Bohnen aus der Dose
    1 Tasse Reis
    2 EL Mehl in etwas Wasser auflösen
    600-800 g Zucker
    1 Orange
    1 Tasse Milch
    1 Hand voll Rosinen
    7 getrocknete Feigen
    10 getrocknete Aprikosen
    für die Deko
    1 Hand voll Haselnüsse
    1 Hand voll Wallnüsse
    1 Hand voll Pinienkerne
    1 Granatapfel
    Zimt

    Aşure ist eine im Mittleren Osten verbreitete Süßspeise die aus mindestens 7 Zutaten besteht. Es wird nach der Islamischen Zeitrechnung am 10. Tag des islamischen Monats Daî (im türkischen Muharrem) zubereitet und an mindestens sieben Nachbarn und Freunde verteilt. Nach islamischem Glauben geht dieser Brauch zurück auf Noah, von dem man glaubt, dass er, nachdem die große Sintflut vorüber war und er wieder festen Boden unter den Füßen hatte, mit den letzten Resten seiner Vorräte ebendiese Süßspeise zum ersten Mal zubereitet hat. Dieses Jahr fällt Aşure auf den 7.1. und 27.12.2009.

    Zubereitung:
    Den Weizen sollte man eine Nacht lang in Wasser einlegen, damit er gut einweicht. Am nächsten Tag geben wir den  Weizen in einen hohen Topf mit dickem Boden. Die Wassermenge sollte gerade so den Weizen bedecken. Dies wird nun aufgekocht. Ungefähr eine halbe Stunde lang. Danach sollte der Weizen noch ein paar Stündchen im Wasser ruhen. Nun stellen wir den Topf, bei mittlerer Hitze, wieder auf den Herd. Jetzt kommen die restlichen Zutaten nach und nach dazu. Erst die Kichererbsen und den Reis. Darauf folgen die weißen Bohnen und der Zucker.
    Alle Zutaten können übrigens nach belieben dosiert werden. Jeder mag sein Aşure anders. Manche geben auch Rosenwasser, Pekmez oder Pflaumen dazu. Ist halt Geschmackssache. Doch wir machen es hier nach Omas Rezept ☺. Jetzt ist die Orange dran, von der wir nur die Schale brauchen. Also fein abraspeln und rein damit. Das Mehl sollte in etwas Wasser aufgeweicht werden.Bevor wir es in den Topf geben, lassen wir es durch ein Sieb laufen, damit keine Klümpchen entstehen. Zwischendurch immer gut umrühren.
    Jetzt können wir die Trockenfrüchte dazugeben. Die Feigen und Aprikosen klein schneiden und mit den Rosinen in den Aşuretopf. Nachdem alles vermischt ist folgt eine Tasse Milch für die vollere Konsistenz. Es muss immer fleißig umgerührt werden, damit unser Aşure nicht am Boden des Topfes klebt. Man kann es mit etwas heißem Wasser verdünnen.
    Nachdem das alles ca. 60 Minuten leicht köchelt ist es auch schon fast fertig. Nun können wir es in kleine Dessertschalen aufteilen. Die Dekoration ist auch ein wichtiger Bestandteil des Aşure, denn es sieht nicht nur schön aus sondern gibt ihm auch noch den gewissen Knack. Also die Haselnüsse, Walnüsse und die Pinienkerne über die Portionen streuen und mit Zimt verfeinern. Den Granatapfel schön auspuhlen und als Deko auf unser Aşure geben. Die Granatapfelstückchen machen unsere Süßigkeit schön bunt und fruchtig. Wenn es abgekühlt ist, kann man es schön genießen, doch vergesst dabei nicht eure Nachbarn und Freunde daran teilhaben zu lassen.
    Afiyet olsun!

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    Salak = doofer Saft?

    salak.jpg Am Wochenende war ich mal wieder im türkischen Supermarkt. Immer wieder ein Erlebnis für sich, da es einer der Größten im Stuttgarter Raum ist und sich dort alles trifft. Aber das war für mich gar nicht so Aufsehen erregend, sondern ein Saft der auf einer Palette lagernde zum Verkauf stand. Der Saft heißt Salak. Gleichbedeutend mit dem türkischen Wort für „albern, blöd, doof, dumm; Tor [der], Trottel [der]“ (steht hier so). Ich würd ja gern wissen wieviel Türken sich darüber lustig machen… Da müsste sich der Saft-Hersteller doch im Vorhinein Gedanken drüber machen ~ oder?! Hier noch die Herkunft des Palmen-Saft.

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