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Pide ~ türkisches Fladenbrot oder mehr?

Pide ist in der türkischen Küche (Mutfak) so verankert wie die Kartoffel in der deutschen Küche. Dabei sollte man wissen, dass zu jedem Gericht (fast) immer Brot gereicht wird. Es gehört einfach dazu. Der kulturelle Hintergrund ist im Islam zu finden, denn Brot ist heilig, ja sogar heiliger als der Koran. Fällt Brot auf den Boden so ist es fast eine Sünde, die mit 3-maligem „Küssen an die Stirn heben“ wieder aufgehoben wird. Brot macht satt und kann in trockenem Zustand immer noch den Hunger tilgen. Daher sagt man: Oğlan olsun deli olsun, ekmek olsun kuru olsun > Hauptsache Jungen so sollen sie verrückt sein, ist Brot da soll es trocken sein – aber kommen wir zu den Pide-Arten.

Der/die/das Pide (schon wieder das Artikelproblem) ist ein Fladenbrot aus Hefeteig. Im türkischen und arabischem Raum wird es manchmal mit etwas Öl oder Butter im Steinofen gebacken. Runde oder länglich flache Formen, mit oder ohne Rautenmuster sind die klaren Kennzeichen des Pide. Sesam oder Kümmel als Verfeinerung oben drauf sind typische Merkmale. Dabei fällt mir ein, dass meine Eltern von Kümmel und Kartoffel Vereinen im Deutschland der 70er erzählten. Im Internet find ich gar nichts darüber. :-( Kennt ihr das noch? Na ja – ich erinnere mich zu köstlichst daran, wenn meine Mutter mich zum Saray geschickt hat. Die einzige Bäckerei damals (80er), die frisches Brot und Pide gebacken hat. Außen knusprig innen fluffig – den Rand hat man auf dem Nachhauseweg abgerupft und gegessen. Saulecker! Jedes Mal hat meine Mama geschimpft (aber mit einem lächelnden Auge, denn sie macht es auch so!). Read the rest of this entry »

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Tatort mit Migrationshintergrund, Teil 3

Quelle: ARD, RB

Sonntag, 8.2.2009, 20:15 Uhr, Tatort Essen, Kısır in Schalen gepackt, der türkische Tee ist bereit. Meine Mitbewohnerin Gül und ich freuen uns auf unseren klassischen Tatort Abend, wie jeden Sonntag.
Innerhalb von kürzester Zeit wurden drei Tatort-Folgen mit türkischem Migrationshintergrund gefilmt.
Ja…. man übt und übt und übt… wir sind gespannt, ob die Autoren aus ihren vergangenen Fehlern gelernt haben…

Psst… es geht los….

In der Folge Familienaufstellung wird eine junge türkische Medizinstudentin, namens Rojin, ermordet. Diese möchte sich von ihrem deutschen Ehemann scheiden lassen. Schnell kommt der Verdacht: Ehrenmord!! Ihre wohlhabenden Eltern sind erfolgreiche Read the rest of this entry »

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Ayvalik Tost und weitere Leckereien

In der letzten Woche hat es uns (Ayşe+Orhan+Mama+Papa) zu einem Kurztripp in die Türkei verschlagen.

Wir wollte ja eigentlich Videos zu türkischen Leckereien drehen, aber es war wirklich ein Kurztripp. Daher haben wir uns auf das Vertilgen der Köstlichkeiten konzentriert. Egal wo wir waren, es musste immer die lokale Spezialität sein!

Ayvalık

Unser erstes Ziel ist ein Hafenstädtchen an der Nordägäis. Zwei Besonderheiten prägt die Stadt, das Olivenöl (Zeytinyağı) und der Ayvalık Tost. In diesem Gebiet ist der Anbau von Oliven traditionell und Ayvalık das Mekka. Es tummelten sich beizeiten bis zu 22 Olivenöl-Fabriken. Dazu machen wir aber mal ein Spezial im September. Der Ayvalık Tost erhält seine Besonderheit durch das lokal angebaute Mehl. In jedem Cafe, jeder Strandbar oder am Straßenrand in fahrbahren Mini-Küchen findet sich der Toast. Will man jedoch das Original genießen, geht man zum Avsar Tost. Direkt am Hafen, schräg gegenüber des Fischmarktes säumen sich 7-10 kleine Büdchen in einer engen Gasse. Früher, vor ca. 15 Jahren, waren es nur ein paar dieser Mini-Wagen, die sich dort aufstellten. Nun ist es eine Institution! Ein typischer Toast besteht in der Grundlage aus Brot und Butter. Zunächst wird dieser nach Belieben mit Kaşar (Hartkise aus Kuhmilch), Sosis (Würstchen) oder Sucuk getoastet. Dabei schmiert man noch Butter auf die obere und untere Seite des Toasts (wenig). Danach kommt nach Wunsch Tomate, Turşu (eingelegt Gürkchen), Mayonnaise und Ketschup. Boah… yamm!

Kuşadası

In der Südostägäis liegt das alteingesessene Städtchen Kuşadası (Vogelinsel). In der Nähe befindet sich Ephesus (für die Kulturhungrigen). Die Gegend wird geprägt vom sogenannten Çöp Åžiş (direkt übesetzt Müll-Spieß). Das sind ganze kleine Lammstückchen an Holzspießen (eher Splitter) gegrillt. Die dreht man in einem Häufchen auf Kreuzkümmel und Salz, drückt es ins Brot und nach Belieben Zwiebel und Tomaten dazu. Ein Glas mit geschäumten Ayran gehört dazu. Der berühmteste Rastplatz ist der Meşhur Yandım Çavuş

Åžirince

Das verschlagene Dörfchen ist ca. 8 km von Kusadası entfernt und liegt im Landesinneren. Dort wird Wein angebaut. Die Häuser sind alle restauriert und die Straßen sind gepflastert mit kleinen Ständen. Einen Rot- und einen Weißwein haben wir mitgenommen, mal sehen wann und wo wir ihn trinken.

Susurluk

Auf dem Weg nach Istanbul sind wir mit der Fähre von Bandirma aus gefahren. Ca. 55 km vorher liegt Susurluk, dort muss man Çiğ Börek. essen. Dementsprechend war auch der Andrang auf dem Parkplatz des Restaurants. Mit dem Wissen, dass die meisten schnell zur Fähre müssen, ist der Service zügig. Çiğ Börek ist gewürztes rohes Hackfleisch, umschlungen von Teig in einem Halbkreis geformt. Das Ganze wird frittiert.

Ach ja… war das lecker…

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Tepsi Böreği ~ das Rezept

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Das Tepsi Böreği ~ Börek (Teigblätter) mit Käse-Füllung ist in der Zubereitung sehr einfach. Als Grundlage braucht man ein Backblech, jedoch geht es auch in einer tieferen Auflaufform. Dann wird das Börek dicker.

Zutaten:

4 Teigblätter (Yufka)
3 Eier
250g türkischer Feta
200ml Milch
150g geriebener Käse (Gouda, Emmentaler…)
125g Butter
2 mittelgroße Kartoffeln
Petersilie (glatte)
Dill
Salz
Pfeffer
Chilli (pul biber)
1 TL Schwarzkümmel (çörek otu)
wer mag 1-2 Knoblauchzehen

Zubereitung:

Die Butter in der warmen Milch schmelzen lassen. Dann ein Eigelb trennen und aufheben (das brauchen wir zum Bestreichen). Das restliche Eiweiß und das andere Ei in die leicht warme Milch geben. Die Eier direkt in der Milch verrühren. Diese Soße brauchen wir zum Befeuchten der Yufka-Blätter. Die vorgekochten Kartoffeln von ihrer Schale befreien und in eine breitere Schale geben. Die kleingehackte Petersilie, den Dill, den zerbröselten Feta, Salz, Pfeffer, Chilli in mit den Kartoffeln zusammen zerdrücken (am Besten geht da ne Gabel). Das Backblech mit Pflanzenöl einölen oder einfetten (dann klebts nicht so…). Ein ganzes Teigblatt als Grundlage in das Backblech legen, die Ränder sollen ruhig überlappen. Die Soße mit einem Löffel verstreichen so dass das Yufka nur leicht befeuchtet ist. Das zweite Yufka-Blatt teilen wir in vie Teile und verteilen es als eine Schicht auf das Blech und wiederholen das Befeuchten. Bei der letzten Schicht befeuchten wir nicht mehr, sondern verteilen die Füllung gleichmäßig. Den gerieben Käse noch darüber geben und mit den restlichen Yufka-Blättern die Schichtung und Befeuchtung fortsetzen. Zum Schluss die überlappenden Ränder zuklappen und alles noch einmal anfeuchten. Das Eigelb leicht verstreichen und mit dem Schwarzkümmel bestreuen. Ganz wichtig: das Börek nun von der Mitte beginnend in gleichgroße Stücke schneiden, so verteilt sich die Soße besser. Im 180 °C vorgehizten Ofen ca. 30 Minuten goldbraun backen. Mit Çay oder Ayran servieren. Afiyet olsun!

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Tepsi Böreği ~ Börek (Teigblätter) mit Käse-Füllung ~ Podcast

Tepsi Böreği ~ wieder ein Klassiker in der türkischen Küche. Teigblätter (Yufka) im Backblech mit einer Käsefüllung gebacken. Das Gericht findet man im türkischen Haushalt und in Restaurants. Es ist sehr einfach in der Zubereitung und kann beliebig variiert werden. Wir haben uns für türkischen Feta und geriebenen Käse entschieden. Man kann aber auch Spinat, Hackfleisch, Sucuk, Pastırma oder anderes als Füllung nutzen. Wichtig, nie den Käse vergessen. Den Yufka findet man im Bakkal (Supermarkt), wobei man darauf achten sollte, dass er frisch zubereitet ist. Ist der Teig brüchig, so liegt er schon länger in der Kühltruhe. Das genaue Rezept kommt noch… ;-) Afiyet olsun.

Den Video-Podcast umsonst liefern lassen. Dazu noch den Audio-Podcast zur Aussprache und das Rezept

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Bademli Kurabiye ~ Mandelgebäck ~ Rezept

DSC00145_2.JPG Da es im türkischen Haushalt jederzeit unangekündigt an der Tür klingeln kann, hat man immer etwas Kurabiye bereit. Wenn Nachbarn oder Freunde mal auf einen Sprung vorbei schauen, wird immer ein Glas çay und dazu etwas Kurabiye angeboten. Dieses Gebäck gibt es vielen verschiedenen Variationen. Süß, mit Nüssen, Schokolade, getrocknetem Obst …. oder auch Salzig, gefüllt mit Schafskäse, Oliven, Kräutern oder Ähnlichem. Da es so einfach zu machen ist, hat man immer etwas Vorrätig. Überzeugt euch selbst!

Zutaten:

2 Eier
750g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Glas Zucker
250g pflanzliche Margarine
250g Quark (oder Süzme Yoğurt)
1 Tüte gehobelte Mandeln
1/2 Teeglas Sonnenblumen
Zitronenschale

Zubereitung:

Zuerst trennen wir von einem Ei das Eigelb und das Eiweiß. Das Eiweiß kommt in eine große Schüssel. Das Eigelb bewahren wir auf, um später die Kurabiye zu bestreichen, bevor sie gebacken werden. Dann geben wir das Eiweiß, das zweite Ei, den Zucker und den Quark in eine große Schüssel und verrühren es so lange mit einem Löffel bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das halbe Teeglas (çaybardağı) Sonnenblumenöl wird dazu gegeben und weiter gerührt. Das Backpulver und den Vanillezucker auch noch unterrühren und dann kleine weiche Margarinestückchen hinzugeben. Wenn man alles gut vermischt hat, kann man anfangen das Mehl nach und nach hinzu zu geben und einzukneten. Wir müssen alles gut durchkneten, bis der Teig die Konsistenz eines Ohrläppchens hat. Wenn der Teig dann fest ist, können wir ihn in beliebige Form bringen. In unserem Beispiel haben wir kleine Schleifchen geformt. Man kann aber auch Kugeln oder ähnliches draus formen. Nun bestreichen wir die Kurabiye noch mit dem Eigelb, welches wir uns aufgehoben hatten. Jetzt können sie in den Backofen, um dort bei ca. 180 °C eine halbe Stunde zu backen. Die Backzeit kann man variieren, je nach gewünschtem Bräunungsgrad. Wenn die Kurabiye abgekühlt sind, bewahrt man sie am besten in einem geschlossenen Behälter auf. Dann bleiben sie länger frisch.

Mit einem heißen Glas çay kann man die Kurabiye nun genießen.

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