Der Ayran ist das eigentliche Nationalgetränk der Türken. Hauptsächlich wird er in der Türkei getrunken, aber auch im Umland gibt es leicht abgeänderte Varianten davon, Dough (Iran) , Lassi (Indien), Laban (Jordanien), etc. Die Göktürken haben Ayran durch einen Zufall Read the rest of this entry »
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In Deutschland verkauft sich der Döner insgesamt mehr als die große amerikanische Franchising-Kette. Das ist immer wieder erstaunlich zu hören und gilt schon seit über 10 Jahren. Im Ausland wird der Döner Kebap als deutsches Fast-Food bezeichnet wird. Schön nachzulesen im Standardwerk, wenn man sich für Döner-Herkuft interessiert: Aufgespießt. Wie der Döner über die Deutschen kam.
Aber ist das schon alles? Die zweite Frage, die von einem Deutschstämmigen an einen Türkischstämmigen gestellt wird: „wo gibt es den besten Döner in der Stadt?“ sagt aus, welches Ansehen türkisches Essen in Deutschland hat. Es wird im Allgemeinen reduziert auf die Döner-Bude, oder? Vielleicht noch Lahmacun, die ja „türkische Pizza“ genannt – auch ein Unding finde ich. Man sagt auch nicht italienische Nudeln zu Pasta. Auf den Punkt bringt es genussbereit:
Das mag daran liegen, dass die türkische Küche in Deutschland zum Inbegriff der volksnahen Imbiss-Küche geworden ist. Das hat einerseits damit zu tun, dass die türkischen Gastronomen ursprünglich als Arbeiter nach Deutschland gekommen sind und nicht als Köche, andrerseits mit den traditionellen Lokalen in der Türkei, die in ihren Theken einen ziemlich fest definierten Kanon an vorbereiteten Gerichten anbieten – etwas, was dem Pommesbuden-Wesen in Deutschland ziemlich nahe kommt.
Die Welt bezeichnet die Döner-Kultur als Integrationsfördernd. Dabei ist der Blickwinkel einseitig, Zitat:
Der Döner ist Unterschichtenessen und deutsche Alltagsküche zugleich. In fast jeder Stadt der Republik sind Dönerbuden zu finden, hier wird man satt für wenig Geld. Doch nicht erst seit der Krise Read the rest of this entry »
Pide ist in der türkischen Küche (Mutfak) so verankert wie die Kartoffel in der deutschen Küche. Dabei sollte man wissen, dass zu jedem Gericht (fast) immer Brot gereicht wird. Es gehört einfach dazu. Der kulturelle Hintergrund ist im Islam zu finden, denn Brot ist heilig, ja sogar heiliger als der Koran. Fällt Brot auf den Boden so ist es fast eine Sünde, die mit 3-maligem „Küssen an die Stirn heben“ wieder aufgehoben wird. Brot macht satt und kann in trockenem Zustand immer noch den Hunger tilgen. Daher sagt man: Oğlan olsun deli olsun, ekmek olsun kuru olsun > Hauptsache Jungen so sollen sie verrückt sein, ist Brot da soll es trocken sein – aber kommen wir zu den Pide-Arten.
Der/die/das Pide (schon wieder das Artikelproblem) ist ein Fladenbrot aus Hefeteig. Im türkischen und arabischem Raum wird es manchmal mit etwas Öl oder Butter im Steinofen gebacken. Runde oder länglich flache Formen, mit oder ohne Rautenmuster sind die klaren Kennzeichen des Pide. Sesam oder Kümmel als Verfeinerung oben drauf sind typische Merkmale. Dabei fällt mir ein, dass meine Eltern von Kümmel und Kartoffel Vereinen im Deutschland der 70er erzählten. Im Internet find ich gar nichts darüber.
Kennt ihr das noch? Na ja – ich erinnere mich zu köstlichst daran, wenn meine Mutter mich zum Saray geschickt hat. Die einzige Bäckerei damals (80er), die frisches Brot und Pide gebacken hat. Außen knusprig innen fluffig – den Rand hat man auf dem Nachhauseweg abgerupft und gegessen. Saulecker! Jedes Mal hat meine Mama geschimpft (aber mit einem lächelnden Auge, denn sie macht es auch so!). Read the rest of this entry »
Die erste Begegnung zwischen Türken beginnt typischerweise immer mit der Frage: Nerelisin hemşerim? Woher bist du, mein Landsmann?
Diese Frage beschäftigt mich jedesmal aufs neue. Denn sie ist für mich nicht so einfach zu beantworten (auch nicht für euch laut Umfrage). Wie soll das auch gehen? Bin in Essen (Deutschland) geboren, in Düsseldorf (auch Deutschland) aufgewachsen und meine Eltern komen aus Ankara, Türkei. Wobei mütterlicherseits meine Großeltern alle vier Jahre den Wohnort gewechselt haben und die väterlicherseits teils aus dem alten Selanik (damals Osmanisches Reich heute Thessaloniki, Griechenland) und teils aus Izmir (Türkei) sind. Was antworte ich denn jetzt?
Dem türkischen Landsmann sage ich direkt: „Biz Ankara’liyiz – wir sind aus Ankara!“
Darauf kommt die Folgefrage: „Peki, hangi semt – welches Viertel denn?“
…und dann hört es auch schon fast auf. Bis auf die Besuche im Sommer bei den Verwandten kenne ich Ankara nicht im Detail. Kenne nicht die Unterschiede zwischen den Stadtvierteln, den Schulen oder wo man das beste Ankara Tava essen kann. Die Unterhaltung führt in die Ungewissheit. Der Landsmann ist verwirrt, denn das entspricht nicht seinem typischen Bild. Ein Türke, der nicht über seine Herkunftsstadt Bescheid weiß?! Aber wenn ich ihnen antwortet: „Düsseldorf şehrinden, Almanya’dan geliyorum – Ich bin aus Düsseldorf, Deutschland.“, dann wird das gar nicht ernst genommen und gefragt, wo denn meine Eltern her sind… und das Spiel geht von vorne los. Ist das nur bei uns so? Bei mir, dem türkischen Rheinländer? Read the rest of this entry »
Vor einigen Tagen haben wir uns Gedanken darüber gemacht was das Gewürz Kekik auf Deutsch heißen könnte und waren etwas verwirrt über die Vielfalt der Ergebnisse in deutsch-türkischen Wörterbüchern. Also habe ich etwas nachgeforscht
In der Türkei (und auch in anderen Ländern des östlichen Mittelmeers) gibt viele verschiedene Kräuter die Kekik genannt werden, da es keine Unterscheidung zwischen zahlreichen Pflanzenarten aus der Familie der Lippenblütler gibt. Unter anderem gehören die Kräuter Thymian, Oregano, Majoran und Bohnenkraut zu dieser Pflanzenfamilie die sehr eng miteinander Verwandt sind. Im türkischen heißt Kekik eben deshalb sowohl Thymian als auch Oregano und man bekommt eine Art Gewürzmischung.
Diese Gewürzmischung hat die Eigenschaft, dass sie viele ätherische Öle enthält die den Gerichten dann den besonders feinen und typisch aromatischen Geschmack verleihen. Sachkundig getrocknet ist Kekik meist intensiv mit leicht würziger Note. In der mediterranen Küche wird sie oft zu gegrilltem Fleisch, Tomaten- und pikant gewürzten Fleischgerichten verwendet. Manchmal wird es in Olivenöl gestreut, mit Weißbrot gedippt ergibt das eine sehr einfache, aber köstliche Vorspeise.
Sollte also in einem türkischen Rezept die Rede von Kekik sein, ist es ratsam sich das Gewürz beim gut sortierten türkischen Lebensmittelhändler zu kaufen. Manches ist eben doch nicht einfach 1:1 übersetzbar
Nachtrag (22.01.2010)
Hier habe ich passend zum Thema auch gleich etwas gefunden:
Das Produkt ist auf der Internetseite mit Thymian beschrieben, aber auf dem Etikett des Gewürzglases steht Oregano. Gleiches gibt’s auch nochmal umgekehrt
Dieses Jahr möchten wir mit einer neuen Aktion starten. Wir machen so viele Fotos von türkischem Essen, Märkten, Zutaten und nutzen sie privat schon als Schreibtischhintergrund. Ab heute möchten wir in regelmäßigen Abständen einige von diesen Bilder euch zur freien Nutzung als Download zur Verfügung stellen. Als Luxusvariante gibt es auch ein 2-Screen-geteiltes Format.
Viel Spaß damit.
Çuval
aufgenommen in Kusadasi, Türkei auf dem wöchentlichen Pazar.
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Ein Monitor
2560×1600 / 1920×1200 / 1680×1050 /1600×1200 / 1440×900 / 1280×1024 /1280×800 / 1152×864 / 1024×768
Zwei Monitore
Links 1920×1200 Rechts 1920×1200


Biber
aufgenommen in Kusadasi, Türkei auf dem wöchentlichen Pazar.

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Ein Monitor
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Zwei Monitore
Links 1920×1200 Rechts 1920×1200


Kahvalti
aufgenommen in Alacati, Türkei beim Frühstück in den Windmühlen.

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Ein Monitor
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Zwei Monitore
Links 1920×1200 Rechts 1920×1200




