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Geschwärzte Oliven

Bei einem typisch türkischen Frühstück dürfen keine Oliven fehlen

Oliven gehören immer zum türkischen Frühstück dazu. Besonders die schwarzen Oliven. Heute morgen habe ich einen Bericht auf Funkhauseuropa gehört und es hat mich doch erschreckt. Es wurden Oliven getestet und es sind geschwärzte Oliven dabei. Das Beste – es ist sogar erlaubt. Unfassbar!! Denn grüne Oliven sind billiger in der Produktion, so dass das Färben günstiger ist. Hier das Zitat:

Getestet wurden 12 schwarze und grüne Olivenprodukte (in Salzlake) aus Supermärkten. Es gab 7 mal befriedigend und 5 mal ausreichend. Am besten schnitten die Produkte von türkischen Anbietern ab. Sieger waren die grünen Oliven aus dem Karadag Supermarkt. Pikant: in zwei Produkten steckten gar keine reifen schwarzen Oliven, sondern mit dem Farbstoff Eisenglukonat gefärbte grüne Oliven (Edelmarke Kattus von Rewe und Oliven von Aldi). Dieses Färben ist allerdings erlaubt, der Farbstoff muss nur angegeben werden.

Zum Nachhören der Beitrag zum Download.

Was denkt ihr? Werdet ihr die geschwärzten noch kaufen?

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SchreibDichTürkisch ~ oder warum das weiche G fast stumm ist?

Es leben in Deutschland nun doch schon seit ein paar Jahrzehnten Menschen mit nicht-typisch-deutschen Namen. Das ist nichts Neues, oder? Ob es nun ein ostdeutscher Name ist, der sich eingebürgert hat, z.B. Schimanski oder eher südländisch z.B. Şahin, es ist nicht mehr nur Müller, Schmidt, Schneider… Bei den türkischen Namen wird mit Yılmaz Platz 587 in der Liste der Read the rest of this entry »

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Pide ~ türkisches Fladenbrot oder mehr?

Pide ist in der türkischen Küche (Mutfak) so verankert wie die Kartoffel in der deutschen Küche. Dabei sollte man wissen, dass zu jedem Gericht (fast) immer Brot gereicht wird. Es gehört einfach dazu. Der kulturelle Hintergrund ist im Islam zu finden, denn Brot ist heilig, ja sogar heiliger als der Koran. Fällt Brot auf den Boden so ist es fast eine Sünde, die mit 3-maligem „Küssen an die Stirn heben“ wieder aufgehoben wird. Brot macht satt und kann in trockenem Zustand immer noch den Hunger tilgen. Daher sagt man: Oğlan olsun deli olsun, ekmek olsun kuru olsun > Hauptsache Jungen so sollen sie verrückt sein, ist Brot da soll es trocken sein – aber kommen wir zu den Pide-Arten.

Der/die/das Pide (schon wieder das Artikelproblem) ist ein Fladenbrot aus Hefeteig. Im türkischen und arabischem Raum wird es manchmal mit etwas Öl oder Butter im Steinofen gebacken. Runde oder länglich flache Formen, mit oder ohne Rautenmuster sind die klaren Kennzeichen des Pide. Sesam oder Kümmel als Verfeinerung oben drauf sind typische Merkmale. Dabei fällt mir ein, dass meine Eltern von Kümmel und Kartoffel Vereinen im Deutschland der 70er erzählten. Im Internet find ich gar nichts darüber. :-( Kennt ihr das noch? Na ja – ich erinnere mich zu köstlichst daran, wenn meine Mutter mich zum Saray geschickt hat. Die einzige Bäckerei damals (80er), die frisches Brot und Pide gebacken hat. Außen knusprig innen fluffig – den Rand hat man auf dem Nachhauseweg abgerupft und gegessen. Saulecker! Jedes Mal hat meine Mama geschimpft (aber mit einem lächelnden Auge, denn sie macht es auch so!). Read the rest of this entry »

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Nerelisin hemşerim? ~ woher bist du?

Die erste Begegnung zwischen Türken beginnt typischerweise immer mit der Frage: Nerelisin hemşerim? Woher bist du, mein Landsmann?

Diese Frage beschäftigt mich jedesmal aufs neue. Denn sie ist für mich nicht so einfach zu beantworten (auch nicht für euch laut Umfrage). Wie soll das auch gehen? Bin in Essen (Deutschland) geboren, in Düsseldorf (auch Deutschland) aufgewachsen und meine Eltern komen aus Ankara, Türkei. Wobei mütterlicherseits meine Großeltern alle vier Jahre den Wohnort gewechselt haben und die väterlicherseits teils aus dem alten Selanik (damals Osmanisches Reich heute Thessaloniki, Griechenland) und teils aus Izmir (Türkei) sind. Was antworte ich denn jetzt?

Dem türkischen Landsmann sage ich direkt: „Biz Ankara’liyiz – wir sind aus Ankara!“

Darauf kommt die Folgefrage: „Peki, hangi semt – welches Viertel denn?“

…und dann hört es auch schon fast auf. Bis auf die Besuche im Sommer bei den Verwandten kenne ich Ankara nicht im Detail. Kenne nicht die Unterschiede zwischen den Stadtvierteln, den Schulen oder wo man das beste Ankara Tava essen kann. Die Unterhaltung führt in die Ungewissheit. Der Landsmann ist verwirrt, denn das entspricht nicht seinem typischen Bild. Ein Türke, der nicht über seine Herkunftsstadt Bescheid weiß?! Aber wenn ich ihnen antwortet: „Düsseldorf şehrinden, Almanya’dan geliyorum – Ich bin aus Düsseldorf, Deutschland.“, dann wird das gar nicht ernst genommen und gefragt, wo denn meine Eltern her sind… und das Spiel geht von vorne los. Ist das nur bei uns so? Bei mir, dem türkischen Rheinländer? Read the rest of this entry »

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Neue Umfrage > Nerelisin, woher kommst du?

Für eine Artikel-Recherche bin ich auf eine Frage gestoßen, die mir jeder unterschiedlich beantwortet hat. Das Thema „Nerelisin, woher kommst?“ entstand durch das übliche Ritual, wenn sich Türken das erste Mal begegnen. Bevor der Name ins Spiel kommt, wird zunächst nach der Herkunft gefragt. Mehr dazu im Artikel, der dann kommt…

Wie ist es bei euch? Was antwortet ihr?
Zur Umfrage > : Read the rest of this entry »

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Das Gewürz Kekik ist nicht gleich nur Oregano oder Thymian

Vor einigen Tagen haben wir uns Gedanken darüber gemacht was das Gewürz Kekik auf Deutsch heißen könnte und waren etwas verwirrt über die Vielfalt der Ergebnisse in deutsch-türkischen Wörterbüchern. Also habe ich etwas nachgeforscht :)

In der Türkei (und auch in anderen Ländern des östlichen Mittelmeers) gibt viele verschiedene Kräuter die Kekik genannt werden, da es keine Unterscheidung zwischen zahlreichen Pflanzenarten aus der Familie der Lippenblütler gibt. Unter anderem gehören die Kräuter Thymian, Oregano, Majoran und Bohnenkraut zu dieser Pflanzenfamilie die sehr eng miteinander Verwandt sind. Im türkischen heißt Kekik eben deshalb sowohl Thymian als auch Oregano und man bekommt eine Art Gewürzmischung.
Diese Gewürzmischung hat die Eigenschaft, dass sie viele ätherische Öle enthält die den Gerichten dann den besonders feinen und typisch aromatischen Geschmack verleihen. Sachkundig getrocknet ist Kekik meist intensiv mit leicht würziger Note. In der mediterranen Küche wird sie oft zu gegrilltem Fleisch, Tomaten- und pikant gewürzten Fleischgerichten verwendet. Manchmal wird es in Olivenöl gestreut, mit Weißbrot gedippt ergibt das eine sehr einfache, aber köstliche Vorspeise.

Sollte also in einem türkischen Rezept die Rede von Kekik sein, ist es ratsam sich das Gewürz beim gut sortierten türkischen Lebensmittelhändler zu kaufen. Manches ist eben doch nicht einfach 1:1 übersetzbar ;)

Nachtrag (22.01.2010)

Hier habe ich passend zum Thema auch gleich etwas gefunden:
Das Produkt ist auf der Internetseite mit Thymian beschrieben, aber auf dem Etikett des Gewürzglases steht Oregano. Gleiches gibt’s auch nochmal umgekehrt
:D

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